So läuft ein Projekt ab
Wer noch nie mit einem Akustik-Büro zusammengearbeitet hat, sieht hier den typischen Ablauf. Die Reihenfolge ist bei fast jedem Projekt dieselbe — unterschiedlich ist nur, wie weit es geht. Manchmal ist nach der Messung Schluss, weil die Ursache banal ist; andere Projekte laufen bis zur Kontrollmessung nach der Umsetzung.

Von der Anfrage bis zur Abnahme
Anfrage
Sie schildern uns die Ausgangslage. Ein Telefonat genügt meist, um einzugrenzen, was getan werden muss.
Vorabklärung
Wer ist betroffen, welche Grenzwerte gelten, gibt es vorhandene Akten, Beschwerden oder frühere Messungen. Daraus entsteht der Vorschlag für geeignete Messungen oder Berechnungen.
Messung vor Ort oder Berechnungen & Simulationen
Wir bringen die Ausrüstung mit und erfassen Luft- und Körperschall gleichzeitig, damit sich Quelle und Übertragungsweg in einem Durchgang trennen lassen. Tritt die Störung nur zeitweise auf, läuft stattdessen eine Langzeitmessung. Bei Planungsprojekten führen wir die erforderlichen Berechnungen oder Simulationen durch.
Ortung und Analyse
Aus den Messdaten oder Rechen-Ergebnissen bestimmen wir die dominanten Schallquellen und die Ausbreitungswege, über die der Schall ankommt. Erst wenn beides feststeht, lohnt sich das Gespräch über Massnahmen.
Beurteilung
Wir vergleichen das Ergebnis mit den gesetzlichen Vorgaben, und beurteilen, ob Handlungsbedarf besteht — oder ob das Geräusch stört, jedoch ohne einen Grenzwert zu verletzen. Die beiden Fälle führen zu ganz unterschiedlichen Massnahmen.
Varianten
Wenn immer möglich nennen wir die sinnvollen Varianten mit ihrer zu erwartenden Wirkung — damit Sie Aufwand und Nutzen selbst abwägen können.
Umsetzung
Auf Wunsch begleiten wir die Ausführung: Material spezifizieren, Ausschreibung prüfen und die Umsetzung vor Ort kontrollieren.
Kontrollmessung
Die Kontrollmessung am Schluss zeigt, was die Massnahmen gebracht haben oder ob die Planwerte erreicht wurden.
Was wir von Ihnen brauchen
Eine Messkampagne wird kürzer und günstiger, wenn vorher zusammengetragen ist, was bereits bekannt ist:
- Zugang zum Ort der Störung — wenn nötig auch ausserhalb der Betriebszeiten
- was wann läuft, und was sich für die Messung ab- und zuschalten lässt
- Beobachtungen mit Uhrzeit: wann die Störung auftritt, wann nicht, und ob sie mit Wetter, Betriebslast oder Tageszeit zusammenhängt
- vorhandene Unterlagen: Pläne, Datenblätter, frühere Messberichte, Korrespondenz mit Behörden oder Nachbarn
Welche Leistung brauchen Sie?
Vier Fälle decken fast alle Anfragen ab:
- Sie hören etwas und wissen nicht, woher es kommt: Dann steht die Ursachensuche am Anfang — messen und orten, und erst danach über Massnahmen reden.
- Sie bauen oder entwickeln und wollen das Problem gar nicht erst haben: Dann wird gerechnet und simuliert, bevor gebaut wird. Das ist der mit Abstand günstigste Zeitpunkt.
- Sie wissen, was das Problem ist, und suchen die wirtschaftlichste Lösung: Dann geht es um Konzept, Varianten und Material.
- Sie brauchen etwas Schriftliches, um gegenüber einer Behörde oder einer Gegenpartei den Sachverhalt aufzuzeigen: Dann ist es ein Gutachten oder normgemässer Nachweis hilfreich.
Wenn es um Ihre Wohnung geht
Bei Lärm in den eigenen vier Wänden wählen wir vor der Offerte den Einstieg, der das Geräusch zuverlässig und mit angemessenem Aufwand erfasst. Die drei möglichen Routen und ihre jeweiligen nächsten Schritte stehen auf der Themenseite Lärm zuhause.
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